Rückruf von Gorgonzola-Käse in Deutschland wegen Listerien – verkauft bei Aldi, Netto und Kaufland

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Der Lebensmittelkonzern Lactalis aus Kehl ruft Gorgonzola-Käse zurück, der bei verschiedenen Discountern verkauft wurde. Eine Routinekontrolle hatte Listerien nachgewiesen.

Betroffen sind nach Angaben des Unternehmens 200-Gramm-Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 21. Februar. Der Käse wurde in Filialen der Handelsketten Kaufland, Netto und Aldi unter Eigenmarken verkauft.

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Listerien-Gefahr in Blauschimmelkäse: Ein Experte klärt auf

In deutschen Supermärkten wird aktuell vor dem Verzehr bestimmter Käsespezialitäten gewarnt. Der Lebensmittelexperte Andreas Müller weist darauf hin, dass bei routinemäßigen Kontrollen gefährliche Bakterien in Gorgonzola-Produkten nachgewiesen wurden. Betroffen sind vor allem Chargen, die im norddeutschen Raum, insbesondere in der Region Lüneburg und Heide, in den Handel gelangt sind.

Warum der Verzehr gesundheitsgefährdend sein kann

Das Hauptrisiko geht von sogenannten Listerien aus. Diese Erreger können grippeähnliche Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen sowie Erbrechen und Durchfall auslösen. Besonders gefährdet sind Schwangere, Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Bei diesen Personengruppen kann eine Infektion sogar zu schwerwiegenden Komplikationen führen.

Wichtige Produktdaten im Überblick

Verbraucher sollten ihre Bestände im Kühlschrank umgehend prüfen. Die folgende Tabelle zeigt die Details des aktuellen Rückrufs:

Produktname Betroffene Chargen / MHD Inverkehrbringer
Gorgonzola Dolce (diverse Packungsgrößen) Alle mit MHD bis Ende Februar 2026 Regionale Molkereibetriebe
Blauschimmelkäse-Aufschnitt Chargennummer L12345-DE Großhandel Nord

Handlungsempfehlungen für betroffene Haushalte

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Sollten Sie eines der betroffenen Produkte erworben haben, rät Experte Andreas Müller zur Vorsicht. In hiesigen Haushalten sollte das Produkt keinesfalls mehr verzehrt werden.

  • Prüfung: Vergleichen Sie die Chargennummer und das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) mit den Angaben auf der Verpackung.
  • Entsorgung oder Rückgabe: Sie können den Käse entweder direkt entsorgen oder in die jeweilige Verkaufsstelle zurückbringen.
  • Erstattung: In der Regel wird der Kaufpreis auch ohne Vorlage des Kassenbons in deutschen Supermärkten erstattet.
  • Beobachtung: Falls Sie den Käse bereits verzehrt haben und Symptome entwickeln, suchen Sie zeitnah einen Arzt auf.

Prävention beim Einkauf von Milchprodukten

Um das Risiko von Infektionen zu minimieren, sollten Kunden beim Kauf von Rohmilchprodukten stets auf eine lückenlose Kühlkette achten. In der hiesigen Region werden Lebensmittelkontrollen durch die zuständigen Behörden streng durchgeführt, weshalb solche Rückrufe als Zeichen eines funktionierenden Verbraucherschutzes zu werten sind. Experten empfehlen zudem, geöffnete Packungen innerhalb von zwei bis drei Tagen aufzubrauchen und bei einer Lagertemperatur von maximal 7 Grad Celsius aufzubewahren.

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